Sommerausfahrt 2024 – Lago Maggiore vom 18.-25. Mai

Der MVC hat wieder einmal bewiesen, dass Abenteuer und Nostalgie Hand in Hand gehen. Die diesjährige Sommerausfahrt führte die „Motorrädler vom MVC“ nach Vira am Lago Maggiore in der Schweiz, wo das Freizeitheim Casa Belmonte mit einem traumhaften Blick auf den See lockte. Organisator Thomas freute sich über 19 mopedfahrende Teilnehmer sowie zwei Begleiter im Pannenfahrzeug. Die Fahrer im Alter von 18 – 75 Jahren traten mit tollen Maschinen an: von der NSU Max aus den 50ern über eine Polizei-Harley aus den 80ern bis hin zu modernen Klassikern war alles mit dabei.

Die Wettervorhersage war alles andere als gut: egal welche Wetter-App bemüht wurde, alle sagten Regen, Gewitter und kühle Temperaturen voraus. Nix für Sonntagsfahrer… na toll…..

Tag Minus 2: Hilferuf von Virus

Zwei Tage vor Beginn der Ausfahrt stellte Rudi mit Erschrecken fest, dass seine IZH 350 (besser bekannt als „Natascha“) nicht mit auf die Ausfahrt kommen wollte:

Wie jeder erfahrene MVC´ler hat Rudi jedoch vorgesorgt und es steht mehr als nur ein Klassiker in der Garage. Und die laufen sogar alle. Teilnahme also gesichert.

Tag 1: Abfahrt und Freibier im Bregenzerwald

Pünktlich um 9:30 Uhr haben sich die meisten Teilnehmer am Stadionparkplatz eingefunden. Die meisten…. wie immer nahm sich Steine seine akademische Viertelstunde und er ließ die versammelte Mannschaft eine Weile warten. Mit etwas Verspätung trudelte er aber doch noch ein. Aufgrund der vielen Teilnehmer wurden zwei Gruppen gemacht und die Fahrt führte wie schon so oft über die schwäbische Alb in Richtung Allgäu und Bregenzer Wald. Zwischenstops wurden am Höchsten bei Illmensee und an der Vesperstube Fesslerhof in Eichenberg/Pfänder eingelegt. Das Wetter hielt den ganzen Tag und wir waren froh, dass auch die doofen Apps mal irren können. Am Zielort in Lingenau im Bregenzerwald wartete die erste Überraschung auf uns: Freibier! Die Brauerei Mohren war auf Promo-Tour und auf dem Parkplatz gegenüber des Hotels fand eine tolle Party statt – ab sofort inklusive dem durstigen MVC! „Ein Hoch auf den Organisator Thomas, der uns diesen erfrischenden Zieleinlauf beschert hat“, jubelten alle, während wir unser Bier genossen.

Tag 2: San Bernardino und Lukmanierpass – Serpentinen und mehr

Der zweite Tag war nichts für schwache Nerven. Nach der Abfahrt von Lingenau führte die Route über den spektakulären San Bernardino Pass und weiter nach Vira. Leider war die Passüberfahrt aufgrund der Schneemassen, die in den letzten Wochen gefallen waren, noch gesperrt und die Gruppe musste den Weg durch den vignettenpflichtigen Tunnel nehmen. Ein anderer Teil der Truppe nahm stattdessen den Weg über den Lukmanierpass. Auf Empfehlung von BSA-Fahrer Steine legten wir eine Kaffeepause im British Bike Corner Löwengarten im schweizerischen Rüthi ein. Am Abend kamen alle wohlbehalten im herrlich gelegenen Casa Belmonte in Vira an, wo wir einen wunderschönen Blick auf den See mit Locarno und Ascona hatten.

Tag 3: Auf Schmugglerpfaden nach Italien

Am folgenden Tag führte uns Thomas auf kleinsten Schmugglerstraßen in die Berge und über Indemini, das „abgelegenste Dorf der Schweiz“, gelangten wir über die Grenze nach Italien. Immer wieder taten sich wundervolle Blicke auf den See und die umliegenden Berge auf. Nachdem wir uns in Luino bei Pizza und Pasta gestärkt hatten, fuhren wir am See entlang wieder zurück ins Casa Belmonte.

Tag 4: Regenpause

Das Regenwetter hatte uns nun doch erwischt und wir legten einen Tag Pause ein. Die einen blieben im Haus und genossen die Ruhe hoch oben, die anderen fuhren mit dem Bus an den Lago und gönnten sich einen Tag in Locarno, und wieder andere schnappten den VW Bus des Hausbesitzers und gingen Lebensmittel einkaufen. Die Daheimgebliebenen staunten nicht schlecht: sowohl die Locarno-Gruppe als auch das Shopping-Team brachten jede Menge Rotwein mit nach Hause. Die Abende waren gesichert….

Tag 5: Centovalli – Kleinste Sträßchen und große Abenteuer

Das Wetter klarte wieder auf und nach dem Ruhetag rief Thomas am folgenden Tag wieder zum Kurvenräubern auf. Ziel war das Centovalli („Hundert Täler“) und Thomas hatte nicht zuviel versprochen, es ging von einem Tal ins nächste. Zunächst fuhren wir auf die andere Seeseite nach Locarno und Ascona, wo es abseits der ausgetretenen Pfade und Straßen wieder in die Berge ging. Wieder einmal zeigte Thomas sein Faible für kleinste Mini-Sträßchen und er führte uns auf winzigen Wegen durch die beeindruckende Berglandschaft auf der östlichen Seeseite. Ein Highlight des Tages war die Fährüberfahrt zurück auf die andere Seeseite. Wieder einmal zeigte der MVC sein Improvisationstalent: eine zeitweise Straßensperrung wegen Hangsicherungen wurde zu einer Kaffeepause genutzt, bis die Straße wieder geöffnet wurde.

Ortsdurchfahrt im Centovalli

Tag 6: Auf James Bonds Spuren ins Verzasca Tal

Trotz unbeständigem Wetter brach am folgenden Tag ein Teil der Gruppe zu einer kurzen Tour ins berühmte Verzasca Tal auf. Am Taleingang bot sich das erste Highlight: eine 220m hohe Staumauer, die schon als Kulisse im James Bond Film „Goldeneye“ diente. Waghalsige Stunts blieben aus und auch der Vorschlag, ein Steilwandrennen an der Mauer zu veranstalten, wurde gleich wieder verworfen. Nach kurzer Weiterfahrt erreichten wir die nicht minder beeindruckende Römerbrücke „Ponte dei Salti“, wo ein weiterer Fotostopp eingelegt wurde. Im Talschluss in Sonogno stärkten wir uns und fuhren dann wieder zurück ins Casa Belmonte, wo wir unsere Koffer für die Abfahrt richteten.

Tag 7: Heimreise mit Zwischenstopp

Die Heimreise führte wieder über den vertrauten San Bernardino Pass, dessen Passstraße leider immer noch nicht geöffnet war, bis nach Dornbirn, wo wir eine Übernachtung einlegten.

Auffahrt zum San Bernardino

Tag 8: Zurück in die Heimat

Am letzten Tag führte Tourguide Thomas die Gruppe sicher und souverän über die schwäbische Alb zurück nach Stammheim, wo am Abend alle wohlbehalten ankamen.

Der Wettergott hatte auf dieser wunderschönen Tour ein Einsehen mit dem MVC und wir mussten nur einen Tag pausieren – damit hatte vor der Abfahrt niemand gerechnet. Ausfälle waren auch keine zu verzeichnen, das gab´s noch nie….

Vielen Dank an Thomas für die tolle Organisation! Die Tour wird uns noch lange in Erinnerung bleiben – nicht zuletzt wegen des unerwarteten Freibiers im Bregenzerwald!

Ein Gedanke zu „Sommerausfahrt 2024 – Lago Maggiore vom 18.-25. Mai“

  1. Hallo Marco
    genau richtig und gut geschrieben da möchte man am
    liebsten nächste Woche wieder losfahren großes Lob
    Gruß Wolfgang

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